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Donnerstag, 10. Februar 2011

Schwarz-rot ist nicht Gold

Das Maredo am Opernring beeindruckt vor allem durch seine Größe. Die Atmosphäre bewegt sich irgendwo zwischen Autobahnraststätte und Bahnhofsrestaurant (was nicht per se schlecht ist - es gibt auch gute Bahnhofsrestaurants!)

Die Bedienung war bis jetzt immer ausgesucht freundlich, die Wartezeiten aufs Essen sind mitunter sehr sehr lange und das Klo ist - düster.



Keine Papiertücher, sondern eine Endlostextilrolle.
Die werden bekanntlich nie ausgetauscht ;)
Schwarze Fliesen! Rote Klos! Das passt ja auch nur am 5. Dezember.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Experimental.

Das Dots im Brunnerhof ist meinen Schnöselfreunden sicher ein Begriff. Der Sushi-Gourmet mag die Nase rümpfen ob der Liptauer-Maki und anderer Absonderlichkeiten, aber mir schmeckts dort und das Klo schmeckt mir auch.
Man hat gekonnt das rustikal-bodenständige Ambiente aufgegriffen, um ein gemütliches und zugleich witziges Klo zu schaffen, welches - und das sag ich nicht oft! - zum Verweilen einlädt.



Hat man so ein Cocktail-Kirschrot
bei einer Klobrille schon gesehen?

Samstag, 16. Oktober 2010

Multiplex

UCI Millennium City, an einem Sonntagabend.

Ich habe die Unendlichkeit geschaut!
Es gab Klopapier, Seife und Infrarotarmaturen; es riecht aber auch ziemlich streng. 
Leider, liebe United Cinemas International Multiplex Gesellschaft mbH: der Wow-Effekt ist ausgeblieben.

Donnerstag, 16. September 2010

Hej Sverige!

Diesmal darf ich mich wieder mit fremden Federn schmücken. Meine ebenfalls sehr klo-interessierte Freundin T.B. hat heißes Material aus dem Norden geschickt, und zwar aus Ratan, wo schon Carl von Linné ... aber das ist eine andere Geschichte.

Auf jeden Fall steht in Ratan ein schnuckeliges kleines Holzhäuschen ...

... das ein Klo enthält ...
... mit Klopapier, ...
... Seife und Papiertüchern.
Die ausführliche Beschreibung von T.:
  • Klopapier reichlich vorhanden (eine große Rolle in der Katrin-Halterung und eine zweite Reserverolle ist griffbereit)
  • Seife vorhanden (auf dem Waschbeckenfoto, das leider teilweise ein bissl unscharf is, wird dein Expertenblick erkennen, dass der Seifenspender "kaputt" is - ich muss gestehen, das war ich!, also die Rataner haben keine Schuld!)
  • Sauberkeit, dafür, dass das Häusl wirklich am Arsch der Welt steht, 1A
  • verschließbar
  • kein unangenehmer Geruch und auch kein Kloduft, der alles überstinkt
  • Papiertücher und ein dafür vorgesehener Mistkübel zum Händetrocknen vorhanden
  • einziges Manko ... kein Licht vorhanden (aber sobald man die Tür hinter sich geschlossen hat, gewöhnt man sich sehr schnell an den schwachen Lichtstrahl, der vom Giebel hereinleuchtet und sobalds dunkel is, würd ich dort sowieso nimmer hin gehen)
Ja, Schweden hat einfach was.

Geh. Punkt.

Für alle, die ihn suchen: Die Inhaber dieses Beisls rühmen sich den sog. G-Punkt gefunden zu haben und haben gleich ihr Lokal danach benannt.
Auch der Liebhaber der ausgefallenen Toilette wird nicht enttäuscht:

This is just so ...
... 1992!


Montag, 6. September 2010

Going down oder Der Bobo in mir

Heute möchte ich mit einem lokusbezogenen Zitat beginnen:
wo sonst gibt man so freizügig wie hier, es sei denn, man hat eine stiftung?
- Ch.B.
Freund Ch. und ich sind ja an und für sich eher keine typischen MQ-Besucher, denn mit den typischen MQ-Besuchern ist es so eine Sache. Der Begriff Bobo ist ja mittlerweile schon ziemlich abgeschmackt und ich kann das Wort nicht mehr hören, aber wie hat man eigentlich früher die Stammklientel des Museumsquartiers bezeichnet? - Doch bevor das hier in einen Exkurs über die Freitagtaschen tragende Minderheit ausartet, kommen wir zum Wesentlichen.
Auf der Hallen-Terrasse sitzend, muss man zunächst mit dem Lift ein paar Etagen überwinden, um sich der zuvor in unkonventionell-urbanem Ambiente genossenen Aperol-Spritzer zu entledigen.
Orangerot ist hier der dominierende Farbton (womit wir wieder beim Aperol wären ...).
 Man sieht schon, vor lauter Kultur kommt halt die Sauberkeit ein bisserl zu kurz.
Hier siehts noch recht proper aus, ich kann allerdings sagen, dass das knapp eine Stunde später schon anders war. Da war dann sozusagen Ende Gelände mit Klopapier.

Freund Ch. sah anhand des Klozustandes Übles heraufdräuen:
und außerdem würde ich schon auf das unappetitliche verhalten der selbsternannten kulturelite hinweisen, womit allerdings dein blog schlagartig sozial (oder eher anal?)-kritisch werden würde. aber wenn mittlerweile ordentliches kloverhalten als burgeois abgetan wird (wobei ich der erste bin, das muss ich zugeben, der in der aktuellen diskussion diesen bezug herstellt), dann gnade der gesellschaft!
Da möchte ich ihm nicht widersprechen.

Mittwoch, 11. August 2010

Rote Hochburg

Im Q19 hat man sich nicht lumpen lassen und beim Klo auf ein eher außergewöhnliches Design gesetzt.
Auch sonst gibts nix zu motzen; Seife, Klopapier, Papiertücher, Infrarot-Armaturen waren da; frequenzbedingt war's ein bisschen unordentlich, aber da lasse ich Milde walten.

 



Ich finde derartige Waschbecken immer sehr schön, das Händewaschen bekommt etwas Gemeinschaftliches. 
Überhaupt entsteht ja am Klo (oder besser gesagt, im Vorraum) oft so ein unsichtbares Band zu den Mit-Häuselgehern, ein schweigendes Einverständnis, ja Verschworenheit. Mitunter werden vielsagende Blicke, verschmitzte Lächeln ausgetauscht, in der Gewissheit, dass wir ja irgendwie doch alle gleich sind. Zumindest dort, wo auch der Kaiser zu Fuß hingeht.